Selmo definiert eine Richtlinie für verhaltensorientiertes Engineering in der Programmierung von Automatisierungssystemen. Verhaltensorientiertes Engineering in der Automatisierung bezieht sich auf den Ansatz, bei dem das Verhalten von Systemen, Maschinen und Prozessen im Mittelpunkt der Entwicklungs- und Konstruktionsbemühungen steht. Dabei werden das Verhalten und die Interaktionen der Systemkomponenten analysiert und modelliert, um die Automatisierungslösungen zu entwickeln. Ziel ist es, Systeme zu schaffen, die in der Lage sind, auf unterschiedliche Situationen und Umgebungsbedingungen richtig und angemessen zu reagieren.
1. Retrofit
Wichtige Überlegung im Vorfeld: Aufnahme Ist-Zustand was soll verbessert und ersetzt werden?
Wird eine bestehende Anlage modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht, spricht man von einem Retrofit. Der erste Schritt ist die Aufnahme des Ist-Zustands der mechanischen und elektrischen Konstruktion. Der nächste Schritt legt fest, was verbessert und ersetzt werden soll? Gibt es Komponenten, die weiterverwendet werden können oder müssen?
Ist die Anlage noch lauffähig, muss der aktuelle Prozess davon aufgenommen und beschrieben werden. Spezifische Angaben hierzu sind notwendig, um Annahmen und Interpretationen zu vermeiden.
1. Neuanlage
Im Unterschied zum Retrofit mit der Ist-Zustand Analyse, wird bei der Neuanlage der Soll-Zustand beschrieben: Was soll die Maschine tun?
In beiden Fällen, ist das Resultat eine detaillierte Prozessbeschreibung, welche wiederum die Grundvoraussetzung für den nächsten Schritte ist.